ADAC, ACE oder ein Schutzbrief?

Automobilclub oder Schutzbrief, wer hilft bei einer Panne mit dem Wohnwagen?

 

Ob im Aus- oder Inland ein Unfall oder eine Panne sind schnell passiert. Auch wenn mit dem Fahrzeug alles in Ordnung ist, kann eine plötzliche Erkrankung einen Rücktransport notwendig machen. Damit man in solchen Fällen nicht allein auf sich gestellt ist gibt es Autoclubs sowie Schutzbriefleistungen zusätzlich zu Haftpflicht- und Kaskoversicherungen. Für Wohnmobile ist die Wahl hier ein wenig einfacher, da man nicht auf zusätzliche Faktoren wie zum Beispiel die Gespann Größe achten muss. Bei Wohnwagenanhängern stellt sich die Wahl als deutlich schwieriger heraus.

 

Achtung, bei einigen Schutzbriefen ist nur das Zugfahrzeug in den Leistungen eingeschlossen und der Wohnwagen wird nicht mit abgeschleppt. Aus diesem Grund werden nachfolgend nur Schutzbriefe aufgelistet bei welchen der Caravan mit abgesichert ist. Bei der Auswahl eines Schutzbriefes sollte man auf verschiedene Faktoren achten, wie zum Beispiel die Reisehöchstdauer oder Einschränkung in der zulässigen Gesamtmasse.

 

Automobilclubs in Deutschland locken mit vielen Angeboten und Versprechen. Die klassischen Leistungen eines Schutzbriefes sind im Mitgliedsbeitrag enthalten. Es gibt verschiedenste weitere Leistungen welche angeboten werden, so zum Beispiel Dokumentenersatz und Autoschlüsselservice. Aber auch hier muss man gewisse Faktoren wie Reisehöchstdauer beachten.

 

 

Leistungen der Automobilclubs

ADAC

Kosten zirka 79,50€ pro Jahr für die Plusmitgliedschaft

Maximale Länge Fahrzeug 10m und 10m Anhänger

Maximale Gespannbreite: 2,55m

Gültigkeit: weltweit

Abschleppen: bis 200€

Bergen: unbegrenzt

Krankenrücktransport: wenn medizinisch sinnvoll

Kontakt: 089/76760, www.adac.de

 

 

ACE

Kosten zirka 59,70€ pro Jahr

Abschleppen 75km im Innland und 100km im Ausland

Maximale Reisedauer: 6 Wochen

Bergen: unbegrenzt

Gültigkeit: Europa, außereuropäische Anliegerstaaten des Mittelmeers

Krankenrücktransport: wenn medizinisch sinnvoll

Kontakt: 0711/530336677, www.ace-online.de

 

 

AVD

Kosten: 59€ pro Jahr

Gültigkeit: weltweit

Bergen: unbegrenzt

Abschleppen: unbegrenzt

Krankenrücktransport: wenn medizinisch sinnvoll

Kontakt: 069/6606300, www.avd.de

 

 

Leistungen der Schutzbriefe

 

R+V

Kosten: 15€ pro Jahr in Verbindung mit einer Haftpflichtversicherung fürs Zugfahrzeug

Gültig: Europa

Pannenhilfe: bis 150€

Abschleppen: bis 200€

Bergen: unbegrenzt

Mietfahrzeug: 70€/Tag maximal 500€

Krankenrücktransport: wenn medizinisch notwendig

Schutzbrief Plus enthält zusätzliche Leistungen wie zum Beispiel das Unfälle im Ausland nach deutschen Recht statt nach in dem des jeweiligen Landes

Kontakt: 0800/533112, www.ruv.de

 

Gothaer

Kosten: 7€/Jahr in Verbindung mit einer Haftpflichtversicherung fürs Zugfahrzeug

Gültigkeit: Europa

Pannenhilfe: bis 103€

Abschleppen: bis 154€

Bergen: unbegrenzt

Mietfahrzeug: 7 Tage zu je 52€

Krankenrücktransport: wenn medizinisch notwendig

Option: Schutzbrief auch ohne Haftpflichtversicherung des Zugfahrzeuges möglich (gilt weltweit)

Kontakt: 0221/30800, www.gothaer.de

 

 

Was bedeutet medizinisch notwendig (sinnvoll)? Vergleicht man die medizinische Versorgung am Urlaubsort mit dem deutschen Standard und es wird festgestellt das die Versorgung nicht dem deutschen Standard entspricht das bedeutet die „medizinisch notwendig“. Der „medizinisch sinnvolle“ Fall bedeutet das der Standard am Urlaubsort dem deutschen gleicht, aber der Patient trotzdem zuhause behandelt werden möchte und hier die Aussicht auf Genesung höher ist.

 

Die hier aufgeführten Versicherungen und Automobilclubs schleppen euren Wohnwagen mit ab. Es gibt auch noch andere Clubs und Versicherungen als die hier aufgeführten, um diese zu finden einfach Google nutzen. Die Auflistung der Daten zeigt das jeder Anbieter eigene Leistungen hat und man sich diese vorher durchlesen und anhand der eigens notwendigen Leistungen auswählen sollte.

Wichtig bei der Wahl (egal ob Schutzbrief oder Automobilclub) ist sich das Kleingedruckte genau durchzulesen, da erst hier die Unterschiede ersichtlich werden.

 

 

 

Was tun bei einer Panne?

Bei Pannen gelten annähernd die gleichen Grundregeln wir bei einem Unfall. Grundsätzlich sollten das Wohnmobil oder das Gespann aus der Gefahrenzone gebracht werden (wenn ohne Gefahr möglich). Im nächsten Schritt sollte man die Hotline des jeweiligen Automobilclubs oder der Schutzbrief Versicherung anrufen. Achtung: Es kann sein das im Ausland oder abweichend zum Unfall eine andere Nummer zu wählen ist. Die Nummern findet man im Internet, aber auf der sicheren Seite liegend sollte man diese im Fahrzeug mitführen. Am Telefon werden dann die individuell erforderlichen Maßnahmen besprochen sowie das weitere vorgehen, was je nach Anbieter unterschiedlich sein kann.

Sei der erste, der diesen Beitrag teilt!